Um den zunehmenden Egoismus und Egozentrismus in unserer Gesellschaft etwas dagegen zu setzen, engagieren sich auch unsere Mitglieder bei vielfältigen Aufgaben, wie bei der Initiierung und Förderung des EINE WELT – Gedankens durch Nord-Süd-Partnerschaften.
Dass es auch in unserer direkten Umgebung gesellschaftliche Herausforderungen gibt, zeigt unser ehemaliger Geschäftsführer und Vorstandsmitglied DIETER SIPPACH an einem lokalen gesellschaftlichen Engagement: Wohnberater für Seniorinnen und Senioren in Sarstedt und Umgebung.
Eine anerkennens- und nachahmenswerte Initiative. Wir gratulieren dazu!
Jos Schnurer SippachWohnberat
PARTNERSCHAFTSLERNEN ALS POLITISCHE PARTIZIPATION
Nord-Süd-Partnerschaften bieten wissenden, kritischen, aufgeklärten und urteilsfähigen Bürgerinnen und Bürgern die Chance, interkulturell global und transkulturell zu lernen, mit den Möglichkeiten, nicht nur politisch zu denken, sondern auch solidarisch zu handeln. Für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit stellt PARTIZIPATION als politische Kompetenz die Grundlage dar, die den zôon politikon, das politische Lebewesen Mensch (Aristoteles) zum aktiven Mitgestalter einer friedlichen, demokratischen, gerechten und humanen EINEN WELT macht. Benedikt Widmaier und Frank Nonnenmacher geben ein Buch heraus, in dem die didaktische und methodische Kompetenz eines partizipatorischen politischen Handelns thematisiert wird. Es wird für die Lehreraus- und -fortbildung empfohlen. WidmaierPartizipat
Jos Schnurer
2012 KOMMT BESTIMMT!
Auch wenn es noch ein paar Monate hin sind zum neuen Jahr – die Vorbereitungen laufen schon! Und was braucht man, auch angesichts der digitalen Verfügbarkeit von Daten und Terminen? Den AFRIKA-Taschenkalender! Hier ist er! JS JSAfrikaTaKa
Nachhaltigkeit als allgemeinbildende und allumfassende Lernaufgabe
Nachhaltigkeit ist überall! Die Herausforderung, nachhaltige Bildung bei allen schulischen und außerschulischen Bildungs- und Erziehungsinstanzen zu vermitteln, bedarf der institutionellen und curricularen Aufmerksamkeit, auch in der Berufsbildung. Der an der Lüneburger Lephana-Universität lehrende Berufspädagoge Andreas Fischer gibt einen Sammelband heraus, in dem der Versuch unternommen wird, Ökonomie und Ökologie im Kontext von nachhaltiger Bildung zu betrachten und den interdisziplinären Zusammenhang herzustellen. Mit der Metapher des „ökologischen Fußabdrucks“ verdeutlicht das Autorenteam, dass eine gerechte(re), nachhaltige(re) und humane(re) Bildung in allen Bildungsstufen und -einrichtungen notwendig und möglich ist. FischerNachhaltigkSocialnet
EXCHANGE – LERNEN DURCH AKTIVE PARTNERSCHAFTEN
Interkulturelle Begegnungen sind ein ausgezeichnetes Mittel, um die Welt, in der wir Menschen als Menschheit leben, friedlicher, gerechter und humaner wird. Die Bereitschaft dafür und die Kompetenzen dazu fallen nicht vom Himmel; sie sind auch nicht in den Genen festgelegt; vielmehr bedarf es des Interkulturellen und Globalen Lernens, um interkulturelle Partnerschaften auf Augenhöhe zu ermöglichen.
Der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VEN e.V.) hat soeben, in Zusammenarbeit mit dem Verein Partnerschaft Mirantao e.V. aus Ostrhauderfehn und dem südafrikanischen Letsema Centre for Development and Democracy, das Lern-Lese-Buch „Learning to take Action“ in deutscher und englischer Sprache heraus gebracht. Das Buch kann von Bildungseinrichtungen gegen Übernahme der Versandkosten beim VNB angefordert werden (janecki@vnb.de). Das Buch wird in der angehängten Rezension vorgestellt.
JoS LearningAction
INTERKULTURALITÄT ALS PROFESSIONELLES MERKMAL IM LEHRERBERUF
Dass die Herausforderungen, wie sie sich durch die immer interdependenter, entgrenzender und sich kulturell öffnender Einen Welt darstellen. als allgemeinbildende Anforderung für das individuelle und gesellschaftliche Leben entwickelt haben, pfeifen mittlerweile die Spatzen von den Dächern. Die Aufrufe zum Perspektivenwechsel bestimmen allenthalben den lokalen und globalen Diskurs um Interkulturelles Lernen, Globale und Transnationale Bildung. Die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) haben am 14. Juni 2007 den „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung“ (www.kmk.org) in den gesellschaftlichen, bildungspolitischen Diskurs gebracht und mit den Kompetenzbereichen „Erkennen – Bewerten – Handeln“ die Aufgaben für schulisches Lernen und Erziehung in einer globalisierten Einen Welt skizziert.
Denn: Obwohl mittlerweile Interkulturalität als prägende Herausforderung für lokales und globales Denken und Handeln der Menschen postuliert und verstanden wird, zeigen sich beim curricularen und institutionellen Lernen in der Schule unverständlicherweise deutliche Leerstellen.
Der Erziehungswissenschaftler an der Freiburger Pädagogischen Hochschule, Alfred Holzbrecher, hat in einem Sammelband eine Reihe von Experten versammelt, die sich der Frage widmen, wie eine interkulturelle Schule aussehen sollte und welche Entwicklungsaufgaben für Theorie und Praxis gefordert sind.
Das Autorenteam greift dabei die eigentlich selbstverständliche Erkenntnis auf, dass Innovationen in den Lernbereichen der Schule und notwendige Veränderungen nur realisiert werden können, wenn die in der Schule tätigen Lehrerinnen und Lehrer ein Bewusstsein von der Einen Welt haben und dieses leben und lehren.
Weil gesellschaftliche und schulische Veränderungen nicht als Hau-Ruck-Verfahren veranlasst, auch nicht per Ordre Mufti eingeführt werden können, bedarf es der lokalen und globalen Wahrnehmung, dass die Vielfalt menschlicher Existenzen und ihre Entfaltung hin zu einer humanen, gerechten, friedlichen und nachhaltigen gesellschaftlichen Integration eine Bereicherung und keine Behinderung darstellen.
Der Sammelband „Interkulturelle Schule“ kann als Weckruf für pädagogisches Denken und Handeln Hier und Heute verstanden werden. Das Buch sollte in den Lehrerbüchereien bereit stehen!
Jos Schnurer HolzbrecherInterkultSchule

